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Diözesantag

am 23. November 2019 im Pater-Kentenich-Haus (Wiesbaden)

Die deutsche Schönstattfamilie bleibt der Spur des Heiligen Geistes treu, indem sie sich auch für das kommende Jahr ein Heilig-Geist-Motto gab: „Der Geist Gottes wohnt in eurer Mitte.“ (1 Kor 3,16) Diese biblische Zusage wird ergänzt durch den Auftrag „Klima wandeln“. Und durch unsere Bündniskultur.

Der Referent

Als Referent für den jährlichen Diözesantag war Pater Prof. Dr. Lothar Penners in Wiesbaden auf dem Freudenberg zu Gast. Pater Penners, der lange Jahre Leiter der deutschen Schönstatt-Bewegung war und bis heute Standesleiter der Schönstätter Akademikerinnen ist, referierte in zwei Teilen das neue Jahresmotto, bevor sich die etwa 40 Teilnehmer in Kleingruppen intensiv austauschten und den Diözesantag nach einem Mittagessen mit einem lebendigen Gottesdienst abschlossen.

Der thematische Teil

Zunächst umriß P. Penners den zweiten Teil des neuen Jahresmottos, nämlich „Klima wandeln“: Ausgehend von dem Klima in der näheren Umgebung, der Nachbarschaft und der Arbeitsstelle zog er einen Bogen zum neuen Klima, welches Papst Franziskus mit in sein Amt brachte. Treffend thematisierte er auch die aktuelle Atmosphäre in der deutschen Kirche unter der Frage: Was macht diese neue Atmosphäre mit uns? Bauen wir Schutzwände, damit wir das Alte bewahren oder bauen wir Windmühlen, um den neuen „Wind“ zu nutzen?

Im zweiten Teil seiner Ausführungen öffnete er die Zusage „Der Geist Gottes wohnt in eurer Mitte“ in mehrere Richtungen: Zum einen sensibiliserte er die Zuhörer für die Frage, was will der Hl. Geist jetzt, heute und jeden morgen von uns? Zum anderen machte er darauf aufmerksam, dass in uns aber auch in der Kirche die Lebendigkeit im Hl. Geist entscheidend ist. Es geht nicht um „Zählsorge“ sondern um Seelsorge. Überhaupt geht es darum, dass wir die Taufe in einem persönlichen Glauben im Hl. Geist und mit dem Gott des Lebens einholen und leben.

P. Güthlein beim Oktobertreffen
Bereits beim Oktobertreffen am 18. Oktober in Schönstatt sagte P. Ludwig Güthlein, der jetzige Bewegungsleiter der deutschen Schönstattfamilie: Dieses „Wohnen des Geistes Gottes“ soll das Klima sein, das die Kirche von anderen Gemeinschaften unterscheidet. Er sprach von einem „marianischen Klima“, welches das Miteinander und das Offensein für den Heiligen Geist bewirkt.

Die ausdrucksstarken Hände im Banner des diesjährigen Jahresmottos stehen für ein beseeltes Tun, ein Tun, das sich vom Geist führen lässt und so ein Tun wird, das Klima wandeln kann. Im Kleinen – im eigenen Umfeld, aber auch im Großen: In der Gesellschaft, in unserer Kirche.

Im Kleinen – im eigenen Umfeld, aber auch im Großen: In der Gesellschaft, in unserer Kirche. Schönstattfamilie im Bistum Limburg – Tempel des Hl. Geistes? Wie will Gottes Geist uns führen und durch uns wirken? Die Herausforderungen sind groß – lassen wir uns darauf ein?